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Shell zahlt Schadensersatz in Nigeria
14 Jahre nach Hinrichtung von Umweltaktivist Saro-Wiwa lenkt Shell ein: In dem langjährigen Rechtsstreit um den Tod von Umweltaktivisten in Nigeria hat sich der Mineralölkonzern entschieden, Schadensersatz zu zahlen.

Foto: Rowohlt Verlag
Noch im vergangenen Jahr hatten Geschworene den US-Konzern Chevron vom Vorwurf freigesprochen, für die Erschießung nigerianischer Demonstranten mitverantwortlich zu sein. Vor fünf Jahren einigte sich die kalifornische Ölfirma Unocal außergerichtlich mit Klägern, die ihr die Beschäftigung von Sklavenarbeitern in Myanmar vorwarfen. Die Höhe der Entschädigung wurde damals nicht bekannt.
Dass Shell jetzt zustimmte, die Summe zu nennen, ist ungewöhnlich. Malcolm Brinded von der Konzernleitung unterstrich, die Zahlung sei kein Eingeständnis von Schuld. Vielmehr sei sie Teil eines “Versöhnungsprozesses” zwischen dem Unternehmen und der Bevölkerung im Nigerdelta. “Mit dieser Geste erkennen wir an, dass die Kläger und andere gelitten haben, auch wenn Shell an der Gewalt nicht beteiligt war.”



