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Untersuchungshaft für AvW-Chef

Seit Freitag sitzt Wolfgang Auer von Welsbach, Chef der österreichischen Beteiligungsgesellschaft (AvW), in Untersuchungshaft. Seit das Papier der Kärntner Firma im Herbst 2008 rapide an Wert verloren hat, warten rund 12.000 AvW-Anleger vergebens auf Geld. Auer-Welsbach wird in diesem Zusammenhang Betrug und Untreue vorgeworfen. Grund für die Verhaftung war aber der neu hinzugekommene Verdacht der Steuerhinterziehung. Konkret geht es dabei um eine Stiftung in Liechtenstein, über die Geld verschoben worden sein soll.

Erst Mitte März waren Wolfgang Auer-Welsbach und seine Frau Maria in Klagenfurt vernommen worden. Das Unternehmen wurde damals verdächtigt, den Kurs des AvW-Invest-Papiers manipuliert zu haben. Nach Angaben vom „WirtschaftsBlatt“ soll die Liechtensteiner Global International Beteiligungs (GIB) AG unter Zwischenschaltung einer Kafina Treuhand AvW-Invest-Wertpapiere an der Börse erworben haben. Die wirtschaftlich Berechtigten der GIB sollen Maria Auer-Welsbach und ihre beiden Söhne sein, so berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Gerichtsakten. Auer-Welsbach bestreitet die Vorwürfe vehement.

In den kommenden Tagen wird der 54-Jährige in Untersuchungshaft bleiben. Sein Anwalt Franz Großmann erklärte, er habe vorerst keinen Enthaftungsantrag gestellt. Die Führung der Invest AG übernehmen vorübergehend Vorstand Maria Auer-Welsbach und Prokurist Bernhard Teppan.

Seit Januar laufen sieben Sammelklagen von 421 mutmaßlich Geschädigten gegen AvW. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet, beträgt der Streitwert 16,7 Mio. €, geschädigt sind 12.000 Anleger. Allein beim Landesgericht Klagenfurt sind rund 120 Verfahren anhängig. (27/04/10; Quellen: APA, WirtschaftsBlatt)

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